1. Verrückte Lupe

Material:
- Klopapierrolle
- Frischhaltefolie
- Gummi
- Wasser
- Zeitung/Zeitschrift

Versuchsablauf:
1. Schneide einen etwa zwei Zentimeter breiten Ring von einer leeren Klopapierrolle ab.
2. Lege ein Stück durchsichtige Frischhaltefolie über den Ring.
3. Befestige die Folie mit einem Gummi.
4. Tropfe ein wenig Wasser auf die Folie. Fertig ist die Lupe!

Beobachtung:
Wenn man die Lupe über eine Zeitung hält, verschwimmen die Buchstaben. In der Mitte sind die Buchstaben größer als am Rand deiner Lupe.

Erklärung:
Das Wasser auf deiner Lupe ist wie die Linse einer Kamera oder wie ein gewölbtes Brillenglas. Durch die Wölbung verschwimmen die Buchstaben. Sie werden vergrößert.

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2. Wasser stürzt von der Höhe

Material:
- 1 volles Glaswasser
- 1 leeres Glas
- Knickstrohhalm
- Buch
- Wasser (im Eimer oder Wasserhahn)

Versuchsablauf:
1. Stelle das volle Glaswasser auf das Buch und das leere Glas daneben (jedoch nicht auf das Buch).
2. Fülle einen Knickstrohhalm in einem Eimer oder unter dem Hahn ganz voll mit Wasser.
3. Halte nun beide Enden zu und stelle den Strohhalm so in das gefüllte Wasserglas, wie du es auf der Abbildung siehst.
4. Nimm den Finger in dem tiefer stehenden Glas weg.

Beobachtung:
Das Wasser fließt vom höher stehenden vollem Glaswasser zumtiefer stehenden leeren Glas.

Erklärung:
Weil das volle Wasserglas höher steht, hat das Wasser viel Energie. Das Wasser will zum leeren Glas hinfließen, um einen Gleichstand in beiden Gläsern zu erzeugen. Deshalb fließt das Wasser vom höheren Glas ins niedrigere und leere Glas, bis der Wasserstand in beiden Gläsern gleich ist.

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3. Die silberne Luftblase

Material:
- 1 durchsichtige Schüssel (Plastik oder Glas)
- Wasser
- 1 kleinen Spiegel

Versuchsablauf:
1. Fülle die Schüssel mit Wasser.
2. Lege den Spiegel seitlich unter die Schüssel, bis er etwa zur Hälfte noch herausragt.
3. Halte deine Hand so, als ob du Wasser schöpfen wolltest und drehe sie dann um.
4. Jetzt tauchst du deine gewölbte Hand an der Seite, an der der Spiegel darunterliegt, langsam von oben ins Wasser, sodass sich eine Luftblase in deiner Handfläche halten kann. Vielleicht musst du das ein paar Mal probieren, bis es klappt...
5. Sieh seitlich an der Schüssel vorbei in den Spiegel und betrachte die Luftblase von unten.
6. Bewege deine Hand so vorsichtig im Wasser hin und her, dass die Luftblase erhalten bleibt.

Beobachtung:
Mit etwas Übung kannst du eine Luftblase in deiner gewölbten Hand unter Wasser festhalten und sie sogar leicht hin und her bewegen. Im Spiegel siehst du, dass die Luftblase silbern wie eine Weihnachtsbaumkugel glänzt und sich bewegt, als ob sie flüssig wäre.

Erklärung:
Immer da, wo Luft und Wasser aufeinander treffen, bildet sich eine Art Spiegel. Das Licht wird an der Grenze zwischen Wasser und Luft zurückgespiegelt. Auch die Luftblase in deiner Hand spiegelt am Übergang zum Wasser das Licht zurück und glänzt deshalb wie eine Weihnachtsbaumkugel.

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4. Eine Wasserlupe erfinden

Material:
- 1 Stück Pappe
- spitze Schere
- durchsichtige Folie
- Locher
- Klebstoff oder Klebeband
- Wassertropfen
- 1 Strohhalm

Versuchsablauf:
1. Schneide aus der Pappe eine Lupenform.
2. In die Mitte musst du mit dem Locher ein Loch stanzen.
3. Darüber klebst du dann die durchsichtige Folie.
4. Mit einem Strohhalm lässt du einen Wassertropfen auf das Loch fallen.

Beobachtung:
Der Tropfen wird zur Lupe. Wenn wir z.B. einen kleinen Gegenstand darunterlegen, wirkt er größer.

Erklärung:
Das Wasser auf deiner Lupe ist wie die Linse einer Kamera oder wie eingewölbtes Brillenglas. Durch die Wölbung verschwimmen die Buchstaben. Sie werden vergrößert.

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5. Farben trennen

Material:
- rundes, weißes Filterpapier
- wasserlösliche Filzstifte
- Glas mit Wasser
- Schere

Versuchsablauf:
1. Scheide aus Filterpapier einen Kreis, den du in der Mitte über Kreuz einschneidest.
2. Um diesen Schnitt herum malst du einen Kreis mit einem der Filzstifte.
3. Dann drehst du aus einem weiteren Filterpapierkreis eine Stange, die du durch das Kreuzchen schiebst wie einen Strohhalm.
4. Lege nun den bemalten Filterpapierkreis so auf das Glas, dass er auf dem Rand aufliegt und die Filterpapierrolle ins Wasser hineinragt.

Beobachtung:
Das Wasser wird von dem Filterpapier hochgesogen. Dabei nimmt es die Farbe mit. Dann werden bei einigen Farben neue Farben sichtbar.

Erklärung:
Das Wasser steigt im Filterpapier nach oben. Dabei nimmt es die Farbteilchen mit. Manche Farbteilchen kommen schneller, andere langsamer voran. Dadurch trennen sich die unterschiedlichen Farben und es zeigen sich die Grundfarben. Das sind die Farben, aus denen eine Farbe gemischt ist.

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6. Färben mit Bonbons

Material:
- gefärbte Bonbons, farbige Schokolinsen oder Gummibärchen
- Wasser
- Essig
- 2 Schälchen
- Esslöffel
- Baumwollfaden (weiß)
- Tuch

Versuchsablauf:
1. Fülle das erste Schälchen mit Wasser und lege gleichfarbige Bonbons oder Gummibärchen hinein.
2. Warte, bis sich der Farbstoff von den Bonbons oder Gummibärchen gelöst hat. Wenn es mit dem Wasser alleine nicht so gutgeht, kannst du ein kleines bisschen Essig mit in das Wasser geben.
3. Hat sich der Farbstoff von den Bonbons oder Gummibärchen gelöst, kannst du sie mit dem Löffel aus dem Schälchen angeln und in das zweite Schälchen legen.
4. Lege den weißen Baumwollfaden in das Schälchen mit der Farbe. Lass den Faden einige Minuten in der Farbe liegen.
5. Hole ihn dann mit dem Löffel aus dem Farbbad heraus und lege ihn zum Trocknen auf ein Küchentuch.

Beobachtung:
Der Baumwollfaden wird farbig.

Erklärung:
Die Farbteilchen der Bonbons lösen sich durch das Wasser vom Bonbon und schwimmen dann im Wasser. Legst du den Baumwollfaden in das Wasser, saugt dieser das Wasser auf. Dabei bleiben die Farbteilchen im Gewebe des Fadens heften.

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7. Spülmittel mit Zauberkraft

Material:
- 2 Schüsseln mit Wasser
- Pfeffer (fein gemahlen)
- 1 Stecknadel
- flüssiges Geschirrspülmittel

Versuchsablauf:
1. Fülle die beiden Schüsseln halb voll mit Wasser.
2. Verteile einen Esslöffel Pfeffer in der ersten Schüssel. Schaue dabei genau hin!
3. Lasse die Stecknadel in der Schüssel ohne Pfeffer schwimmen.
4. Gib etwa 2 Tropfen Geschirrspülmittel in jede der Schüsseln.

Beobachtung:
Wenn du das Geschirrspülmittel in die Schüssel gegeben hast, schwimmt der Pfeffer zum Rand der Schüssel und die Stecknadel geht unter, obwohl sie vorher auf dem Wasser schwamm.

Erklärung:
Das Wasser hat eine Oberflächenspannung, die es erst ermöglicht, dass das Wasser einzelne Tropfen bilden kann, die nicht auseinander laufen. Das Wasser hat also eine Haut. Wenn dann das Spülmittel ins Wasser kommt, wird diese Spannung zerstört und die Wasserhaut zerreißt. Deshalb geht die Nadel unter, sie kann nicht mehr auf der Haut liegen. Der Pfeffer wird durch die aufreißende Wasserhaut wie durch eine Welle an den Rand gespült.

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