1. Entweder Luft oder Wasser

Material:
- leere Plastik-Getränkeflasche mit Deckel (0,5 Liter)
- Brotmesser
- Schüssel mit Wasser

Versuchsablauf:
1. Mit dem Brotmesser den Boden von der Plastikflasche abschneiden.
Wichtig: Drehe den Flaschendeckel fest zu!
Tauche die Flasche nun ganz gerade mit der Öffnung nach unten möglichst tief in die volle Wasserschüssel und öffne dann den Schraubdeckel ein wenig.
3. Wenn die Flasche vollgelaufen ist, drehe den Deckel wieder zu.
4. Ziehe nun die Flasche nach oben, sodass sie unten gerade noch im Wasser ist.
5. Öffne jetzt den Schraubdeckel wieder vorsichtig ein wenig.

Beobachtung:
Wenn du die Flasche unter Wasser drückst, fließt das Wasser nicht in die Flasche hinein. Öffnest du nun den Deckel, zischt es leise und die Flasche füllt sich langsam von unten mit Wasser. Drehst du den Deckel wieder zu und ziehst dann die Flasche nach oben, bleibt das Wasser in der Flasche, statt unten raus zufließen. Öffnest du jetzt den Deckel, hörst du wieder ein leises Zischen und das Wasser läuft unten aus der Flasche hinaus.

Erklärung:
Tauchst du die Flasche unter Wasser, kann kein Wasser hineinfließen, weil sie schon mit Luft gefüllt ist. Öffnest du den Deckel, strömt die Luft
dort oben hinaus- deshalb hörst du das Zischen- und das Wasser kann von unten in die Flasche nachfließen. Ist der Deckel wieder zu und du ziehst
die Flasche nach oben, fließt das Wasser unten nicht hinaus, weil weder von oben noch von unten Luft in die Flasche gelangen kann, um stattdessen
den leeren Platz zu füllen. Öffnest du nun den Deckel, strömt Luft von oben in die Flasche und das Wasser fließt aus der unteren Öffnung hinaus in die Schüssel.

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2. Die Flaschenorgel

Material:
- 4 gleich große, leere Glasflaschen
- Wasser

Versuchsablauf:
1. Blase in eine der leeren Flaschen hinein und versuche, einem möglichst klaren und lauten Ton zu machen.
2. Fülle nun jede Flasche unterschiedlich voll mit Wasser:
 1. Flasche nur ein wenig,
 2. Flasche 1/3 voll,
 3. Flasche ½ voll,
 4. Flasche 2/3 voll
Jetzt nimm nacheinander jede Flasche in die Hand und blase vorsichtig hinein.Ordne die Flaschen vom tiefsten Ton zum höchsten Ton.

Beobachtung:
Wenn du die leere Flasche richtig anbläst, macht sie einen tiefen, dumpfen Ton - wie eine Schiffshupe. Mit Wasser in der Flasche wird der Ton höher.
Je mehr Wasser in der Flasche ist, umso höher wird er. Sortierst du die Flaschen nach der Tonhöhe, so werden sie von einem Ende zum anderen immer voller.

Erklärung:
Wenn du in die Flasche hineinbläst, fängt die Luft in der Flasche an zu schwingen. Das kannst du nicht sehen, aber hören. Die schwingenden Luft macht nämlich den Ton, den du hörst. Der Ton klingt am tiefsten, wenn ganz viel Luft in der Luft in der Flasche ist. Je weniger Luft in der Flasche ist, umso höher wird der Ton.

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3. Ein starkes Kissen aus Luft

Material:
4 Luftballons
1 Müllsack
1 Holzplatte oder breites Brett (z.B. Regalboden)
3 Kinder und 1 Helfer

Versuchsablauf:
1. Bitte einen Helfer, vier Luftballons etwa bis zur Hälfte aufzublasen und zuzuknoten.
2. Stecke die Ballons in einen Müllsack und knote auch diesen zu. Die Ballons müssen genug Platz haben, um im Viereck liegen zu können.
3. Lege den Müllsack mit den Ballons auf den Boden und die Holzplatte oben drauf.
4. Der Helfer hält nun das Brett fest und die drei Kinder versuchen nacheinander, vorsichtig darauf zu steigen. Haltet euch dabei gegenseitig fest, das Ganze ist ziemlich wackelig!

Beobachtung:
Das Brett auf dem Ballonsack ist etwas wackelig. Aber wenn du dein Gleichgewicht hältst, kannst du gut darauf stehen. Es passen sogar noch alle drei anderen Kinder auf das Brett, ohne dass die Luftballons platzen.

Erklärung:
In den Luftballons ist die Luft eingesperrt. Das Brett verteilt euer Gewicht gleichmäßig auf alle vier Luftballons. Weil diese nur zur Hälfte gefüllt sind, platzen sie nicht, sondern werden nur platt gedrückt. Dabei wird auch die Luft in ihnen zusammengepresst. Die Luft drückt wiederum gegen die Gummihaut der Ballons, und auf diese Weise trägt sie euch auf dem Brett.

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4. Tauchendes Taschentuch

Material:
- großes Schüssel mit Wasser
- Glas
- Papiertaschentuch

Versuchsablauf:
1. Knülle das Papiertaschentuch zusammen und stopfe es ins Glas.
2. Drehe das Glas um und drücke es ganz gerade in die Wasserschüssel.
3. Drücke es so weit nach unten, dass das Taschentuch auch wirklich „unter Wasser“ ist.

Beobachtung:
Das Papiertaschentuch im Glas wird nicht nass, obwohl es unter Wasser ist.

Erklärung:
Das Taschentuch wird nicht nass, weil es an den Boden des Glases gedrückt wird. Der Druck entsteht, wenn das Glas senkrecht ins Wasser bewegt wird. Dabei wird die Luft zusammengedrückt.

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5. Seifenblasen fangen

Material:
- 1l Wasser (am besten destilliertes)
- 150 ml Spülmittel (kein Balsam, sondern mit hohem Tensidanteil)
- 100 g Puderzucker
- 2-3 Essl. Salz
- 12 ml Glyzerin
- Rührschüssel
- Schneebesen
- Blumendraht
- Teller oder großen Konservendeckel

Versuchsablauf:
1. Salz und Puderzucker gut im warmen Wasser lösen.
2. Mische dir aus dem Wasser mit Spülmittel eine Seifenlauge.
3. Dazu gibst du etwas Glyzerin. Das vermischt du alles sehr gut mit einem Schneebesen
4. Die Mischung am besten über Nacht stehen lassen.
5. Drehe aus dem Draht eine Schlaufe (alle Formen sind erlaubt).
6. Gieße die Seifenlauge in einen Teller oder einen großen Deckel und stecke die Schlaufe hinein.
7. Dann pustest du vorsichtig in die Schlaufe.
Tipp: Mit Lebensmittelfarbe bekommst du bunte Seifenblasen!

Beobachtung:
Wenn du durch die Schlaufe pustest bildet sich eine Seifenblase.

Erklärung:
Die Erzeugung von Seifenblasen ist möglich, da die Oberfläche einer Flüssigkeit (in diesem Falle des Wasser) eine Oberflächenspannung besitzt, die zu einem elastischen Verhalten der Oberfläche führt. Die Oberflächenspannung ist ebenfalls der Grund für die kugelförmige Gestalt der Seifenblasen.

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6. Ein Kartentrick?

Material:
- Wasser
- Sektglas
- Karte (Kartenspiel, Bierdeckel)
- Schüssel

Versuchsablauf:
1. Fülle das Sektglas über einer Schüssel randvoll mit Wasser, es kann ruhig etwas überlaufen.
2. Verschließe das Glas mit einer Spielkarte und drücke sie ein bisschen fest.
3. Drehe das Glas auf den Kopf. Halte die Spielkarte dabei gut fest und drücke sie etwas an das Glas.
4. Lasse die Karte ganz vorsichtig los.

Beobachtung:
Die Karte bleibt wie von Zauberhand am Glas und verschließt es. Das Wasser kann nicht herauslaufen.

Erklärung:
Im Glas entsteht ein Unterdruck, den du auch von einem Saugnapf kennst. Die Luft will in das Sektglas hinein, aber die Karte verhindert es. Dadurch saugt sich die Karte an dem Glas fest und verschließt es. Es entsteht ein Vakuum.

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7. Ein Fahrstuhl für die Kerze

Material:
- Teelicht
- Streichholz
- Glasgefäß, gefüllt mit Wasser
- hohes leeres Glas (z.B. Einmachglas)

Versuchsablauf:
1. Zünde das Teelicht an und setzte es vorsichtig in das Glasgefäß mit dem Wasser. Die Kerzenflamme darf nicht ausgehen!
2. Stülpe das Glas ganz über das Teelicht. Achte darauf, dass es den Boden des Glasgefäßes berührt.

Beobachtung:
Wenn die Flamme des Teelichts ausgegangen ist, steigt das Wasser im Glas ein Stück höher und hebt das Teelicht mit an („Fahrstuhl für die Kerze“).

Erklärung:
Die Flamme des Teelichts verbraucht die Luft im Glas. Je weniger Luft darin ist, desto höher kann das Wasser steigen, weil die Luft keinen Raum mehr einnimmt.

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8. Gläserfreundschaft

Material:
- Teelicht
- Streichholz
- gleiche Trinkgläser (0,2 Liter)
- Löschpapier (nass)

Versuchsablauf:
1. Zünde das Teelicht mit einem Streichholz an und stelle es in das erste Trinkglas.
2. Feuchte das Löschpapier gut an und lege es über den Rand des ersten Trinkglases.
3. Drehe das zweite Glas auf den Kopf und stelle es so auf das nasse Löschpapier, dass die Ränder der beiden Gläser genau übereinander liegen.
4. Warte, bis die Kerzenflamme ausgeht.
5. Versuche, das obere Glas vorsichtig hochzunehmen.

Beobachtung:Beide Gläser bleiben aneinander kleben, das Löschpapier wölbt sich nach unten und saugt das obere Glas an.

Erklärung:
Weil die Flamme des Teelichts die Luft aus dem unteren Glas verbraucht, entsteht ein Unterdruck, den du von einem Saugnapf kennst. Die Luftwill vom oberen Glas ins untere Glas. Aber sie kommt nicht durch das Löschpapier, weil dieses nass ist. Das Löschpapier funktioniert dabei wie eine Dichtung zwischen den beiden Gläsern.

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